Freitag, 21. Juni 2013

Abschied

Noch ein letztes Mal konnten wir heute den Strand besuchen. Unsere Rita hat erneut ihren Tagesumsatz durch uns gesichert und der Abschied war sehr lieb und herzlich. Natürlich möchte sie uns nächstes Jahr wieder sehen...

Ich habe schon viel über Land und Leute sowie deren Herzlichkeit hier geschrieben. Wir haben einen schönen Urlaub hier verlebt, tolle Erfahrungen gesammelt und einige Menschen werden uns in Erinnerung bleiben. Die Welt ist groß und hat viel zu bieten. Ob wir noch mal her kommen, weiß ich nicht. Aber ich werde die Insel immer gerne empfehlen und auch die Touren, die wir gemacht haben.

Morgen um 4:30 Uhr werden wir abgeholt, ein langer und anstrengender Tag steht uns bevor....  Dann hat Deutschland uns wieder -  und schon sehr bald auch der Alltag.

Donnerstag, 20. Juni 2013

Candlelight Dinner

Zu dem bereits gebuchten Paket gehörte auch ein Dinner am Strand in dem exquisiten Hotel "Le Sakoa". Mehrere Gänge und vor allem Hummer erwarteten uns heute abend.

Direkt an Strand war ein Tisch für uns fein eingedeckt. Wir bekamen eine Fisch Pastete, danach den berühmten Palmherzensalat, dann Hummer und zum Abschluss noch ein Dessert aus Vanilleeis und einem Schokotörtchen. Dazu gab es einen Aperitif, südafrikanischen Wein und natürlich Wasser.
Alles war wirklich super lecker, das Ambiente am Strand war sehr angenehm und der Service hervorragend.

Der Tag war leider recht bewölkt und auch verregnet. Wir hoffen morgen noch auf ein paar Stunden Sonnenschein. Nun ist schon Koffer packen angesagt. Die zwei Wochen sind viel zu schnell umgegangen. Wir haben dieses tolle Land und die noch tolleren Menschen hier wirklich ins Herz geschlossen.
Diese Reise war eine wundervolle Erfahrung und außerdem war der Urlaub perfekt organisiert.  Das verdanken wir unserem Reisebüro (www.mauritius-erleben.de) und unserem Reiseführer Vikash. Perfekte Organisation, eine tolle Betreuung und ein rund um Service haben uns hier verwöhnt. Der Abschied von Vikash steht noch bevor und wir haben uns da auch schon eine keine Überraschung ausgedacht.... ;-)

Mittwoch, 19. Juni 2013

Der Norden

Gestern hatten wir wieder einen langen Tag. Viele Stationen warteten auf uns. Als erstes ging es in eine Art Fabrikverkauf für Klamotten. Angeblich alles originale Markenartikel. Ich kann es nicht sagen, wir haben T Shirts gekauft und werden sehen, was in der Waschmaschine damit passiert...

Danach zeigte Vikash uns einen kleinen Betrieb, in dem von Hand kleine Segelschiffe gefertigt werden. Alles Handarbeit und auch echt interessant.

Nachdem dann die Rush Hour etwas abgeklungen war, konnten wir in die Hauptstadt Port Louis fahren. Zunächst ging es hoch auf eine alte Festung, die noch aus der Kolonialzeit stammt. Von dort konnte man die ganze Stadt überblicken. Einige kleine Geschäfte sind hier auch, unter anderem auch eines für einheimischen Rum. Hier haben wir ein paar Kostproben bekommen und dann auch für die Lieben daheim etwas eingekauft...

Danach führte Vikash uns in eine Markthalle, in der Obst und Gemüse verkauft wurde. Viele uns unbekannte Früchte gab es hier zu sehen. Und auch das Treiben der Menschen war bunt und geschäftig. Wir haben uns hier mit Bananen und Gewürzen eingedeckt.
Anschließend haben wir noch einen Abstecher zum Hafen gemacht. Lauter europäisch aussehende Läden, Luxusartikel und chice Restaurants.
Alles für die Einheimischen wohl kaum erschwinglich, und so war dort auch nicht viel los.

Danach fuhren wir in den botanischen Garten. Darauf hatte ich mich sehr gefreut. Es ist kein buntes Blütenmeer, sondern eine Vielzahl an Palmen, Gewürzen und anderen einheimischen Pflanzen hier zu sehen.
Vikash kennt sich hervorragend aus, da er Botanik studiert hat. Ständig bekamen wir etwas zum riechen in die Hand. Zedern, Nelken, Pfeffer, Zitrone, Kampfer und Ingwer... Um nur einige zu nennen. So viele Gerüche und Pflanzen die man nicht kennt...  Es war wirklich beeindruckend und spannend. Diesen Ausflug kann ich nur jedem empfehlen.

Neben dem Garten gib es ein Kaffee, welches sich "Wiener Walzer Kaffee" nennt. Hier gibt es wirklich Torten nach Wiener Vorbild. Wieder sind wir mit Vikash und Hans-Peter eingekehrt und haben lecker Kaffee getrunken.

Danach fuhren wir weiter nach Cap Malheuheure. Am nördlichsten Zipfel der Insel hat man einen guten Blick auf die kleinen Inseln, zu denen auch die Katermarane fahren. Auf einer waren wir ja schon. Der Ausblick hier ist wirklich sehenswert.
Auf unseren Wunsch hin machten wir noch einen Stop in Grand Baie am Strand.

Dieser Ort ist sehr voll und hat viele Geschäfte. Wer also Trubel mag, ist hier richtig aufgehoben. Am kleinen Hafen wurden gerade noch Fische verkauft, hier haben wir dem Treiben noch etwas zugesehen. Kurz vor Sonnenuntergang ging es dann zurück.

Unsere beiden Tourbegleiter sehen wir nun erst wieder, wenn sie uns am Samstag zum Flughafen zurück fahren. Die beiden sind uns ein bisschen ans Herz gewachsen mit ihrer lieben Art, Vikash ist ein bisschen verrückt... ;-)
Er interessiert sich sehr für Deutschland und zählt uns ständig die höchsten Berge unseres Landes auf...  Wir haben viel mit ihm gelacht. Es war eine großartige Idee, die Touren von Deutschland aus zu buchen. Und wann hat man schon den Luxus, einen eigenen Fahrer und Guide zu haben? Alles war perfekt organisiert.

Heute morgen ist es wolkig und es hat ein wenig geregnet. Aber wir haben gelernt, dass das Wetter sich hier schnell ändert. Also geht's heute nachmittag hoffentlich noch mal zum Strand...

Sonntag, 16. Juni 2013

Hinter den Kulissen

Heute haben wir den Tag für einen ausgedehnten Spaziergang zum nächsten Stand genutzt. Wir sehen von Mauritius ja ständig zwei Seiten. Die Luxuswelt mit ihren teuren Nobelhotels und die echte Welt der Menschen hier. Für uns ist es schwierig zu unterscheiden, wer hier wohnt und wer Tourist ist, den es gibt auch indische und asiatische Touristen. Dennoch sieht man die zwei Welten sehr gut, wenn man durch die Straßen geht.

Heute ist Sonntag und wir hörten, dass sonntags die Einheimischen am Strand dem Tag verbringen. Wir sind auf gut Glück die Küstenstraße entlang gelaufen und somit ca. einen Kilometer entlang eines 5 Sterne Hotels gewandert. Das ist schon bizarr, hinter den Mauern sitzen Touristen für fünf tausend Euro die Woche, lassen sich rund um die Uhr bedienen und bekochen und sehen nichts von der Insel. Und schon gar nicht lernen sie die Liebenswürdigkeit der Menschen hier kennen.

Wir sind an unzähligen abgezäunten Hotelanlagen vorbei gekommen, bis wir die Bucht von Mon Choisy erreichten.
Schon von weitem konnten wir durch das Wäldchen Autos und Menschen sehen. Wir hörten Musik und Menschen rufen, singen, Trommel spielen.
Wir kamen näher und fanden den ganzen Strand voller Einheimischer, die in großen Gruppen ihren Sonntag genossen. Die Männer spielten Fußball, die Frauen waren mit den Kindern im Wasser. Überall dazwischen Eisverkäufer, oder andere Händler, die Geschäfte machen wollten.

Wir haben uns ein Eis gekauft und auf einer Bank sitzend dem Treiben zugeschaut. Weit und breit waren keine Weißen in Sicht. Viele sprachen uns an, oder lächelten auch einfach nur, winkten uns zu. So viel Freundlichkeit steckt hier in den Menschen. Es war fast traurig, zu erkennen, dass wir Deutschen das alles verlernt haben.

Wir sind dann zurück spaziert und haben uns leckeren Bananenkuchen gegönnt.
Heute abend waren wir in unserem Stamm-Restaurant essen (L'Assiette du Nord) und da wir wieder fast alleine dort saßen, habe ich den Keller mal ein bisschen ausgefragt.
Wir sind nun schon etliche Male dort gewesen und fast immer saßen wir alleine im Restaurant. Er erzählte mir, in Europa gäbe es eine Finanzkrise und daher blieben die Touristen aus. Es sei natürlich auch Nebensaison und somit ruhig, aber diesmal sei es besonders ruhig.
Dann haben wir noch über das Wetter und die Aquarien gesprochen, die im Restaurant stehen. Es war echt nett.
Heute habe ich die echte Seite der Leute ein bisschen besser sehen können und kann nur jedem raten, der her kommt, keinen Urlaub in überteuerten Hotels zu machen, sondern sich den Leuten hier zu öffnen. Wir haben hier so viel Liebenswürdigkeit erfahren, weil wir zu den Einheimischen an den Strand und ins Restaurant gehen, bei ihnen einkaufen und mir ihnen sprechen. Das hat den Urlaub auf jeden Fall bereichert und wird in Erinnerung bleiben.

Samstag, 15. Juni 2013

Pferderennbahn

So, heute morgen hat Vikash uns zum Pferderennen abgeholt. Das ist hier Volkssport Nummer eins und da war mächtig was los.

Zunächst mussten wir wieder durch das Getümmel der Hauptstadt. Die Straßen in Port Louis sind immer voll. Am Straßenrand standen diverse Händler und boten Obst, Gemüse und auch Fleisch und Fisch an. Am Fuße der Berge steht die zweit älteste Rennbahn der Welt.

Unglaublich, was für Menschenmassen sich hier versammeln. Dichtes Gedränge an den Wettschaltern.
Auf der Tribüne haben wir uns dann oben einen Platz mit guter Aussicht gesucht. Wir sind keine großen Pferdenarren also haben wir uns lieber die Leute angesehen und die Freude, die sie beim Rennen hatten. Wir haben uns vor jedem Rennen ein Pferd ausgesucht, auf das wir (nur im Kopf) gesetzt haben. Meistens war es das Pferd mit dem schönsten Namen...

Die Mauritier sind total "abgegangen" beim Zieleinlauf. Es war echt witzig, denen zuzugucken.
Nach fünf Rennen sind wir zurück gefahren und haben Vikash und unseren Fahrer (der sich selber Hans Peter nennt, aber das halte ich für ein Gerücht) noch auf Kaffee und Kuchen eingeladen. Es gibt hier in Troux aux Biches tatsächlich eine Konditorei mit Sahnetorten und leckerem Gebäck.

Nun genießen wir den Sonnenuntergang und nachher geht es wieder ins Stamm-Restaurant.

Freitag, 14. Juni 2013

Katamaran Trip

Als erstes möchte ich kurz sagen, dass ich auch nicht weiß, warum manche Bilder hier auf dem Kopf stehen. Ich poste alles hier über smart Phone und vielleicht hat die App einen kleinen Bug...

Pünktlich heute morgen wurden wir vom Taxi abgeholt und nach Grand Baie gefahren, wo der Katamaran abfuhr. Für mich war er das erste mal auf so einem Schiff und ich gebe zu, ich hatte etwas Bedenken bzgl. Seekrankheit...  Aber es ist alles gut gegangen, obwohl der Seegang nicht ganz ohne war...

Von Grand Baie aus ging es knapp 2 Stunden mit dem Boot raus zur Insel Gabriele. Wir waren elf Gäste und fünf Mann Besatzung an Bord. Die Fahrt war eine schaukelige Angelegenheit aber es hat total viel Spaß gemacht. Die Crew war ständig zu Scherzen aufgelegt und es herrschte eine lockere Atmosphäre. Auch das Wetter hat wieder mitgespielt und die Sonne zeigte ihre ganze Kraft.

Gegen elf Uhr kamen wir an der kleinen Insel an. Hier gibt es eigentlich nur eine schöne Badebucht, in der natürlich auch geschnorchelt werden kann, sowie eine Bar und eine Liegestuhlvermietung.... Ansonsten ist die Insel unbewohnt. Anderthalb Stunden hatten wir hier nun Zeit zum schwimmen oder schnorcheln. Es war herrlich.

Zurück auf dem Boot hatte die Crew schon den Grill angeworfen und die Salatbar eröffnet. Frischer Fisch und Hähnchen erwarteten uns. Nach dem Mittagessen konnten wir noch mal eine Stunde schnorcheln oder einfach nur chillen.  Die Rückfahrt war dann ebenfalls locker und lustig, um 16 kamen wir wieder am Hafen an.

Was ich ja immer mehr bewundere, ist die lockerte Art der Menschen hier. Sie sind sehr freundlich, höflich und hilfsbereit, und auch fleißig und pflichtbewusst. Aber bei allem was Sie tun, haben sie viel Spaß und sind immer gut gelaunt, so scheint es.

Wir hatten einen weiteren, tollen Tag hier, der eigentlich schon das Siegel "perfekt" verdient hat.
Morgen geht es auf die Pferderennbahn. Mal sehen, ob wir beim Wetten Glück haben werden...

Mittwoch, 12. Juni 2013

Land und Leute

Da wir zwei Tage ohne geplante Tour sind, schreibe ich mal etwas über das Land und die Menschen hier. Mauritius ist mittlerweile unabhängig, war aber französische und danach britische Kolonie. Die Franzosen haben schwarze Sklaven her geholt, die Briten Inder und Tamilen. Die großen Zuckerrohr Plantagen wurden zur französischen Zeit angelegt und sie sind auch heute noch in Besitz privater Zuckerbarone.

Hier wird kreolisch und französisch gesprochen, Amtssprache ist aber englisch. Somit kommt man prima klar. Durch diese Geschichte findet man diverse Religionen hier auf der Insel. Den größten Teil machen die Inder aus, mit dem Hinduismus. Es folgen Moslems, Christen und Juden. Hier stehen Tempel, Kirchen und Moscheen nebeneinander. Man respektiert sich und den Glauben des anderen.

Neben dem Zuckerrohr wird auch Tee angebaut. Viele Früchte und auch Kaffee sind ebenfalls zu finden. All die lecken Früchte kann man dann an der Straße oder im Supermarkt kaufen. Wir genießen frisch geschälte Ananas am Strand, dass Stück ca. 1,20 Euro.

Das einheimische Essen ist kreolisch. Es wird viel mit Fisch und Meeresfrüchten gekocht. Klar, die Inder essen kein Rind, die Moslems kein Schwein... Da bleibt der Fisch. Abgesehen davon gibt es nicht viele Tiere hier auf der Insel, die gezüchtet werden.
Die Art, wie hier die vielen Gewürze und Kräuter eingesetzt werden ist schon besonders. Das Essen ist leicht und bekömmlich und sehr lecker. Gestern haben wir ein Thunfisch Steak gegessen, der Fisch war erst eine Stunde zuvor aus dem Wasser gezogen worden... Und das war sooooo lecker.
Ach ja, ich werde oft nach den Preisen gefragt. In den einheimischen Restaurants haben wir meistens um die 10 Euro pro Person bezahlt. Für 3 Gänge und 2 Getränke. Für das Geld kann man nicht selber kochen.

Die Lebensmittel werden zum Großteil aus Europa importiert. Diese haben dann natürlich auch entsprechende Preise. Einheimische Produkte sind daher natürlich vorzuziehen. Das betrifft z. B. Zucker, Marmelade und natürlich alles an Obst und Gemüse. Es gibt auch ein gutes Bier hier. Essen gehen macht preislich mehr Sinn, als selber zu kochen, und geschmacklich ist es ohnehin sinnvoller.

Die Leute sind sehr aufgeschlossen, freundlich und hilfsbereit. Natürlich wollen sie auch ihren Umsatz mit den Touristen machen. Aber ein freundliches Nein reicht aus, und sie gehen weiter. Sie sind nicht aufdringlich. Hat man ein mal etwas gekauft, wird man als guter Freund behandelt. Geht man ein zweites mal in ein Restaurant, wird man mit Handschlag begrüßt und bekommt Rum aufs Haus...

Es gefällt uns sehr gut bisher. Wie sind im Juni hier in der Nebensaison. Das merkt man auch deutlich. Am Strand ist nicht viel los, einige Geschäfte und Restaurants haben geschlossen und in den geöffneten ist nicht viel los. Wir haben derzeit 20 bis 25 Grad und für uns ist das angenehm. Im Sommer ist es ein paar Grad wärmer, aber vor allem ist die Luftfeuchtigkeit sehr viel höher, bei bis zu 95 Prozent. Das kann ich gar nicht leiden, daher ist dieser Winter hier sehr angenehm. Die Sonne geht halt früh unter, aber ansonsten fühlt es sich für einen Deutschen sehr nach Sommer an.

Der Stand ruft....  ;-)